Quadratur der Kreise – Informationen für Sammler

„Quadratur der Kreise“ von Jot ist ein Hauptwerk der Konkreten Kunst und des Minimalismus aus dem Jahr 2023. Für Sammler verbindet das Werk eine wiedererkennbare geometrische Formensprache mit mathematischer Ordnung, differenzierter Materialität und einem außergewöhnlich zeitintensiven Entstehungsprozess.

Quadratur der Kreise von Jot – schwarze Kreisstrukturen auf schwarzem Kreidegrund bilden wahrgenommene Quadrate

Titel: Quadratur der Kreise
Künstler: Jot
Stil: Konkrete Kunst, Minimalismus
Technik: Kreide auf Papier, Mixed Media
Jahr: 02/2023
Format: 73 × 73 cm
Werknummer: Jot-HW-23-01
Werkzyklus: 1 – 7

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„Quadratur der Kreise“ entstand 2023 und nimmt innerhalb des Gesamtwerks von Jot eine wichtige Position ein. Der Kreis als wiederkehrendes Element seiner Formensprache wird hier mit mathematischer Konstruktion, Materialität und optischer Wahrnehmung zu einem konsequenten System verbunden.

Die Komposition besteht aus schwarzen Kreisen auf schwarzem Kreidegrund. Die nahezu monochrome Erscheinung reduziert die Wahrnehmung nicht auf Farbe, sondern lenkt sie auf Oberfläche, Licht und geometrische Ordnung. Der polierte Kreidegrund und die tiefschwarzen Kreisflächen reagieren unterschiedlich auf einfallendes Licht und verändern dadurch ihre Wirkung mit dem Standort des Betrachters.

Die Kreisformen folgen einem festgelegten mathematischen Prinzip. Ihre Mittelpunkte werden jeweils um den Radius nach innen verschoben. Durch Größenveränderung und Anordnung der Kreise entstehen für das Auge Quadrate, obwohl diese nicht als eigenständige Formen angelegt sind.

Auch das Format von 73 × 73 cm greift diese Beziehung auf. Die äußere Bildfläche bildet selbst ein Quadrat und setzt damit die geometrische Auseinandersetzung zwischen Kreis und Quadrat bis in das Format des Werkes fort.

Die visuelle Reduktion steht dabei in deutlichem Kontrast zum Herstellungsprozess. Rund 190 Arbeitsstunden waren notwendig, um die geometrische Konstruktion, die Kreisstrukturen und die unterschiedlichen schwarzen Oberflächen präzise auszuarbeiten. Die scheinbare Einfachheit des fertigen Werkes ist damit das Ergebnis eines komplexen und zeitintensiven Prozesses.

Innerhalb des Œuvres lässt sich „Quadratur der Kreise“ zugleich als Entwicklungsschritt lesen. In „Kreislinig“ von 2022 werden Kreis, Linie, Rotation und geometrische Ordnung zu frühen Elementen der Formensprache von Jot. In „Quadratur der Kreise“ werden Kreis, Ordnung und Reduktion ein Jahr später weiter verdichtet und um Materialität, Licht und Wahrnehmung erweitert.

Diese Verbindung von wiederkehrenden geometrischen Elementen und werkbezogener Weiterentwicklung trägt zur Wiedererkennbarkeit innerhalb des Gesamtwerks bei. Jot wiederholt dabei nicht eine einmal gefundene Komposition, sondern untersucht, welche neuen Beziehungen sich aus seinem begrenzten Formenvokabular entwickeln lassen.

„Quadratur der Kreise“ steht damit für einen Abschnitt im Werk von Jot, in dem geometrische Konstruktion, handwerklicher Prozess und Wahrnehmung besonders eng miteinander verbunden sind.

→ Einführung in „Quadratur der Kreise“

→ Zum Kunstwerk „Quadratur der Kreise“ von Jot

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